Franz und Anton – eine beeindruckende Woche

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Gestern Früh haben wir Padua verlassen. Bevor wir endgültig die Heimreise angetreten haben, haben wir noch einen Abstecher zur Marienwallfahrtskirche Madonna di Berico bei Vicenza gemacht. In einer kleinen Kapelle haben wir dort unseren letzten gemeinsamen Gottesdienst gefeiert.Madonna di Berico

Die Wallfahrtskirche liegt auf dem Monte Berico. Hier hat man einen wunderschönen Blick auf Vicenza.

Blick auf Vicenza

Inzwischen hat uns die Heimat wieder. Eine schöne, interessante und beeindruckende Woche liegt hinter uns, in der uns unser Reiseleiter Christoph Joppich und unser geistlicher Begleiter Pfarrer Andreas Albert das Leben und Wirken von Franz von Assisi und Antonius von Padua näher gebracht haben. Dafür ein herzliches Vergelt’s Gott!

Assisi und Padua - die Reisegruppe

Übrigens bietet das Bayerische Pilgerbüro die Reise nach Assisi und Padua heuer vom 3. bis 9. September nochmal an.

Padua – die Stadt des heiligen Antonius

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Nach wenigen Schritten haben wir heute unser erstes Ziel erreicht: Die Basilika des heiligen Antonius. 1232 wurde mit dem Bau des Gotteshauses begonnen. In der Basilika ist die Bedeutung des Heiligen für die Gläubigen spürbar. Hier kann man nicht nur das Grab des Heiligen berühren, sondern auch die Zunge, das Unterkiefer und den Stimmapparat von Antonius sehen, denn sie sind bis heute nicht verwest. Basilika des Antonius

Danach machten wir einen kleinen Stadtspaziergang durch Padua, eine Stadt mit 200.000 Einwohnern. Durch das geschäftige Treiben führte uns unser Weg durchs Ghetto, das jüdische Wohnviertel, bis zum Dom und weiter zum Piazza dei Signori.

Piazza dei Signori

Anschließend ging’s zum Piazza die Frutti, an dem der Palazzo della Ragione, der Palast der Vernunft, steht.

Palazzo della Ragione

Am Nachmittag besuchten einige von uns die Basilika die San Giustina, die am Prato della Valle emporragt.

Prato della Valle mit San Giustina

Hier sind die Ursprünge des christlichen Paduas zu finden, denn der erste christliche Bau entstand an diesem Ort im 5. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt die Prosdocimus-Kapelle.

Prosdocimus-Kapelle

In San Giustina befindet sich auch das Grab des Evangelisten Lukas (hier scheiden sich die Geister, denn Lukas soll auch in Ephesos begraben sein).

Grab des Evangelisten Lukas

Auf nach Padua

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Heute Morgen haben wir uns von Assisi verabschiedet und auf den Weg nach Padua gemacht. Am Berg La Verna haben wir einen Zwischenstopp eingelegt, denn dort hat Franziskus die Wundmale Christi – die Stigmata – empfangen.

Franziskus empfängt Wundmale

Den Berg La Verna hat Franz von dem Grafen Orlando di Chiusi geschenkt bekommen und dort begonnen, die Kirche Santa Maria degli Angeli zu bauen.

Santa Maria degli Angeli

Ursprünglich plante Franziskus La Verna als Einsiedelei, aber im Laufe der Jahrhunderte entstand dort ein weitläufiger Komplex von Kirchen und Gebäuden, in dem heute Franziskaner-Mönche leben. Zu der sogenannten Stigmatisationskapelle führt ein Gang, an dessen Wänden Stationen aus dem Leben des heiligen Franziskus zu sehen sind.

Gang mit Franziskus-Bildern

In der Stigmatisationskapelle befindet sich der Stein, auf dem der heilige Franziskus die Wundmale empfangen haben soll.

Stein auf dem Franz Wundmale empfing

Inzwischen sind wir in Padua angekommen und können vom Hotel aus direkt auf die Basilika des heiligen Antonius blicken.

Antonius-Basilika

Fronleichnamsprozession in Assisi

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Gestern Abend konnten wir in Assisi noch etwas Außergewöhnliches erleben: eine Fronleichnamsprozession. Sie zog von San Chiara zur Kirche San Francesco. In Italien ist Fronleichnam kein Feiertag und Prozessionen zu dem Fest sind nicht üblich. Vielleicht sind die Italiener ja jetzt auf den Geschmack gekommen. Fronleichnamsprozession in Assisi

Einzug San Francesco

Goldenes Jubiläum der Franziskanerinnen

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Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns heute auf den Weg durch das Rietital nach Greccio. Auf der Strecke wurden wir durch eine Straßensperre aufgehalten, aber unser findiger Busfahrer Werner brachte uns auf einem anderen Weg sicher ans Ziel und wir hatten noch etwas länger die Gelegenheit, die herrliche Landschaft zu genießen.

Blick auf Greccio

In Greccio angekommen, konnten wir die Grotte sehen, in der Franziskus 1223 in der Heiligen Nacht von Menschen die Krippenszene nachstellen ließ und so Weihnachten feierte (was zu dieser Zeit eher unüblich war). Wir hatten auch etwas zu feiern, denn mit uns pilgern 8 Franziskanerinnen, die diese Reise aus Anlass ihres 50-jährigen Profess-Jubiläums machen. Zwei der Schwestern hatten genau heute vor 50 Jahren ihren Professtag: so feierten wir heute ein goldenes Jubiläum.

Goldenes Professjubiläum der Franziskanerinnen

Nach einem Gottesdienst ging es zum Mittagessen ins nahegelegene Restaurant Bellvedere. Der Name ist Programm, denn dort erwartete uns eine traumhafte Aussicht über das Rietital.

Blick auf Rietital

Anschließend ging es weiter nach Fonte Colombo. Dort hat Franziskus eigenhändig das Tau-Zeichen in die Wand geritzt, das bis heute noch sichtbar ist.

Tau

Außerdem meditierte Franziskus dort in einer Felsspalte, der sacro speco und diktierte dort die letzte Fassung der Regel, die „Regula buletta“.

Felsspalte in der Franziskus meditierte

Umgeben ist dieser Ort vom „Wald der Stille“, denn es heißt, dass die Vögel aufhörten zu singen, um Franziskus nicht bei der Meditation zu stören. Noch bis in die heutige Zeit soll der Wald ganz still sein. Heute war aber anscheinend eine Ausnahme von dieser Regel, denn fröhliches Vogelgezwitscher erfüllte die Luft .;)

Franziskus in der Umgebung von Assisi

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Spuren des heiligen Franziskus lassen sich nicht nur in Assisi, sondern auch in der Umgebung finden. Mit dem Bus ging es heute zur Kirche Santa Maria degli Angeli. Sie ist die viertgrößte Kirche der Christenheit. Interessant ist aber vor allem ein kleines, einfaches Gebäude in der Kirche: die Portiuncula-Kapelle. Auch heute ist immer noch der Originalbau zu sehen. Ein paar Schritte von der Kapelle entfernt befindet sich ebenfalls in Santa Maria degli Angeli die Stelle, an der Franziskus starb.
Santa Maria degli Angeli
Von der Kirche Santa Maria degli Angeli führt ein Gang zum Rosengarten. Hier steht eine Franziskusstatue, mit einem Korb in dem meistens eine echte Taube sitzt. Heute waren es sogar zwei. :)

Franziskusstatue mit lebenden Tauben

Anschließend sind wir nach Rivo Torto gefahren. Hier erhält man einen Eindruck, wie Franziskus mit den ersten Brüdern gelebt hat. Denn hier ist ein sogenanntes Tugurio nachgebaut, in dem die Gemeinschaft untergebracht war. Franz und seine Mitbrüder lebten allerdings in noch einfacheren Verhältnissen, als sie hier dargestellt sind.

Tugurio

Auf der Rückfahrt hatten wir einen wunderschönen Blick auf Assisi.

Blick auf Assisi

Nachmittags sind einige von uns zu den Carceri gewandert. Ein Teil der Strecke überschneidet sich mit der Via Francigena, die vergleichbar mit dem Jakobsweg ein Pilgerweg ist. Sie beginnt in England und führt nach Rom.

Via Francigena

In die Carceri hat sich Franziskus zeitweise in die Einsamkeit zur Andacht zurückgezogen. Kein Wunder, denn man spürt: das ist ein Ort, der von der Ruhe lebt.

Carceri

Auf den Spuren von Franz und Klara in Assisi

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Assisi ist eine sehr malerische Stadt. Das zeigt schon ein Blick aus unserer Hoteltür.

Unser erstes Ziel war heute morgen San Francesco. Dank eines kleinen Kopfhörers konnten wir trotz vieler Touristen der deutschsprachigen Führung in der Basilika problemlos folgen. Das Gotteshaus besteht aus einer Ober- und einer Unterkirche. Unter dem Altar der Unterkirche ist in der Krypta die Grabstätte des heiligen Franziskus. Sehr eindrucksvoll in San Francesco sind  die Malereien, die unter anderem von Giotto di Bondone angefertigt wurden.

San Francesco
Nach einer Mittagspause ging es weiter  zum Geburtshaus des heiligen Franziskus. Es ist zwar nicht 100% bewiesen, dass hier wirklich das Haus von Franziskus’ Eltern stand, aber trotzdem wurde an dieser Stelle die Kirche Chiesa Nuova gebaut.
Chiesa Nuova
Im Inneren sieht man einen kleinen Raum, in dem Franzsikus angeblich von seinem Vater eingesperrt wurde. Der Grund dafür war, dass Franz Tuchballen von seinem Vater gestohlen hatte, um mit dem Erlös der verkauften Stoffe die Kirche San Damiano wieder aufzubauen.
Franziskus von Vater eingesperrt
Im Dom San Rufino konnten wir das Taufbecken sehen, in dem der heilige Franziskus, die heilige Klara und vermutlich auch der Stauferkönig Friedrich II. getauft worden sind. Direkt neben dem Dom befindet sich das Geburtshaus der heiligen Klara.

Taufbecken von Franz, Klara, Friedrich

Danach besuchten wir die Kirche San Chiara. Hier ist die heilige Klara begraben. Noch heute kann man die Heilige sehen, denn ihr Leichnam ist nicht verwest, sondern mumifiziert.
San Chiara

Natürlich wollten wir uns auch ansehen, wo die heilige Klara gelebt hat und sind deshalb zum Kloster San Damiano gegangen. Klara war die erste Äbtissin des Klosters. Die Schwestern lebten hier die Armut. Ein Beispiel hierfür ist, dass sie keine Betten hatten, sondern auf dem Boden schliefen.

Kloster San Damiano

Die Pilgerreise beginnt

Written by christina. Posted in Allgemein

Nach circa 12 Stunden Busfahrt von München aus sind wir dank unserem Busfahrer Werner gut in Assisi angekommen (auch das Regenwetter und ein kleiner Stau konnten uns nicht aufhalten ;) ). Langweilig ist es nicht geworden, denn auf dem Weg über den Brenner und durch das Erdbebengebiet nach Umbrien (wo Assisi liegt) hat uns unser Reisleiter Christoph Joppich zahlreiche Infos über Orte am Wegesrand gegeben und die eine oder andere Anekdote erzählt. Außerdem hat uns – wie unser geistliche Begleiter Domvikar Andreas Albert so schön festgestellt hat – die Fahrt Gelegenheit und Zeit dazu gegeben Abstand von zu Hause zu gewinnen: Die Heimat tritt langsam in den Hintergrund, so dass auch Geist und Seele mitkommen.
Ankunft in Assisi

Assisi und Padua – los geht’s

Written by christina. Posted in Allgemein


Der Koffer für Assisi und Padua ist gepackt. Morgen früh kann die Pilgerreise also losgehen. Ich bin schon ganz aufgeregt und freue mich, wenn Sie mir über diesen Blog auf meiner Reise folgen.

Antonius – der Schlamperlpatron

Written by christina. Posted in Allgemein

In Niederbayern wird der heilige Antonius auch “Schlamperlpatron” genannt, denn wenn man etwas verloren hat, soll Antonius beim Wiederfinden behilflich sein. Dafür gibt es dann einen ganz einfachen Spruch:
Heiliger Antonius, herzenguada Mo, steß ma mei Nos’n an (den gesuchten Gegenstand) o.